UNHCR hat am 25. März 2015 die „Asyl­um Trends 2014“ vor­ge­stellt und in der beglei­ten­den Pres­se­er­klä­rung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich die Asyl­an­trags­zah­len in den Indus­trie­län­dern auf dem höchs­ten Stand seit 22 Jah­ren bewe­gen. Die Grün­de hier­für lägen ins­be­son­de­re bei den Krie­gen in Syri­en und dem Irak sowie bei ande­ren bewaff­ne­ten Kon­flik­ten, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen und einer sich ver­schlech­tern­den Sicher­heits­si­tua­ti­on in einer Viel­zahl von Staa­ten. Die in den Indus­trie­staa­ten im Jah­re 2014 geschätz­ten 866.000 Erst­asyl­an­trä­ge bedeu­te­ten eine Stei­ge­rung von 45 Pro­zent gegen­über 2013. UN-Flücht­lings­kom­mis­sar Anto­nio Guter­res stell­te den his­to­ri­schen Kon­text zum frü­he­ren Höchst­stand in den 90er Jah­ren wäh­rend der Bal­kan­krie­ge her. In Deutsch­land wur­den im letz­ten Jahr die meis­ten Asyl­be­wer­ber welt­weit regis­triert. Berück­sich­tigt man aller­dings die jewei­li­gen Bevöl­ke­rungs­zah­len, so ist im Ver­hält­nis zu sei­ner Ein­woh­ner­zahl Schwe­den das Land mit den meis­ten Asyl­su­chen­den, gefolgt von Mal­ta, Luxem­burg, der Schweiz und Mon­te­ne­gro.

Alle Beiträge von Fachpolitischer Newsletter N° 214 ansehen