01.03.2014

Newsletter Mar 2014

Das Asyl­sys­tem Bul­ga­ri­ens weist sys­te­mi­sche Män­gel auf. Nach einem neu­en Bericht des UN-Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­ats UNHCR vom 2. Janu­ar 2014 dro­hen Asyl­su­chen­den schwer­wie­gen­de Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen. Mit den stei­gen­den Zah­len von Asyl­su­chen­den spitzt  sich die dra­ma­ti­sche Situa­ti­on in den bul­ga­ri­schen Elends­quar­tie­ren für Schutz­su­chen­de immer wei­ter zu. Wur­den in Bul­ga­ri­en noch vor weni­gen Jah­ren nur ca. 1.000 Asyl­su­chen­de pro Jahr gezählt, so stie­gen die Zah­len im Jahr 2013 auf 10.000 Asyl­su­chen­de an. Die mit Abstand größ­te Grup­pe sind syri­sche Flücht­lin­ge, die aus der Tür­kei in das EU-Land wei­ter geflo­hen sind. Wie dra­ma­tisch sowohl die Ver­sor­gungs­la­ge als auch die recht­li­che Situa­ti­on der Flücht­lin­ge in Bul­ga­ri­en ist, bestä­tigt der UNHCR-Bericht. Gleich­zei­tig for­der­te UNHCR die ande­ren EU-Staa­ten auf, die Abschie­bun­gen von Asyl­su­chen­den nach Bul­ga­ri­en zu stop­pen. Dies gebie­te die Recht­spre­chung des Men­schen­rechts­ge­richts­hofs in Straß­burg und des obers­ten Gerichts der EU, des EuGH in Luxem­burg.

In einem Update vom 20. Janu­ar 2014 zu sei­nem jüngs­ten Län­der­be­richt beklagt das UN-Flücht­lings­hilfs­werk ins­be­son­de­re die Über­fül­lung und die man­gel­haf­ten Bedin­gun­gen in bul­ga­ri­schen Haft­la­gern und weist auf die Gefahr von ras­sis­ti­scher Gewalt gegen Flücht­lin­ge hin. Noch immer sieht UNHCR für Flücht­lin­ge in Bul­ga­ri­en das Risi­ko unmensch­li­cher und ernied­ri­gen­der Behand­lung und bekräf­tigt sei­ne For­de­rung nach einem Über­stel­lungs­stopp in die­se Län­der. Ein wei­te­res Update wur­de am 21. Febru­ar 2014 ver­öf­fent­licht.

UNHCR-Bericht „Bul­ga­ria as a coun­try of Asyl­um“, 2. Janu­ar 2014 (eng­lisch)

Ers­tes Update: http://www.refworld.org/pdfid/52de45444.pdf

Zwei­tes Update: http://www.refworld.org/pdfid/530aff1d4.pdf