Der UN-Son­der­be­richt­erstat­ter für Men­schen­rech­te, François Cré­peau, hat im Rah­men einer Kon­fe­renz in Kana­da einen umfang­rei­chen Para­dig­men­wech­sel in der Migra­ti­ons­po­li­tik ein­ge­for­dert. Unter dem Titel „From Enforced Clo­sure to Regu­la­ted Mobi­li­ty“for­der­te er, dass Migra­ti­on als Selbst­ver­ständ­lich­keit aner­kannt wer­den müs­se. Eine Kri­mi­na­li­sie­rung und Ille­ga­li­sie­rung von Migran­tIn­nen sei nach Cré­peau selbst eine kri­mi­nel­le Hand­lung. Cré­peau for­der­te zudem ein radi­ka­les Umden­ken bezüg­lich Wirt­schafts­mi­gra­ti­on ein, die zukünf­tig durch Staa­ten nicht abge­wehrt, son­dern pro­ak­tiv geför­dert wer­den sol­le. In einem Inter­view mit dem bri­ti­schen Guar­di­an sprach er sich für eine Öff­nung lega­ler Ein­rei­se­we­ge für Migran­tin­nen und Migran­ten aus, um das Ster­ben auf dem Mit­tel­meer zu ver­hin­dern und Schleu­sern die Geschäfts­grund­la­ge zu ent­zie­hen.

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