01.09.2012

Newsletter Sep 2012

Die Hoff­nung, die umstrit­te­ne Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Nostorf-Horst (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) wer­de künf­tig nicht mehr zur Unter­brin­gung von Asyl­su­chen­den aus Ham­burg genutzt, hat sich zer­schla­gen. Noch im Bür­ger­schafts­wahl­kampf hat­ten sich Poli­ti­ker der SPD für eine Been­di­gung der Aus­la­ge­rungs­pra­xis aus­ge­spro­chen. Der bis­he­ri­ge Ver­trag läuft zum Ende Sep­tem­ber aus. Doch die Koope­ra­ti­on soll nach Anga­ben der Innen­be­hör­de Ham­burgs fort­ge­setzt wer­den. Mehr noch: Jetzt wer­den auch Fami­li­en mit Kin­dern ganz regu­lär in dem abge­le­ge­nen Ort unter­ge­bracht. Eine Unter­brin­gung von Fami­li­en war dort bis­her die Aus­nah­me. Ham­burgs Senat wie­gelt ab. Die Stim­mung in Nostorf-Horst sei jetzt posi­tiv, es gebe mitt­ler­wei­le Deutsch­un­ter­richt usw. Der Flücht­lings­rat Ham­burg hat sich in einem Schrei­ben am 3. August 2012 an den Bür­ger­meis­ter der Han­se­stadt Ham­burg, Olaf Scholz, gewen­det und gefor­dert, die neue Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung nicht zustan­de kom­men zu las­sen und Flücht­lin­ge statt­des­sen in Ham­burg unter­zu­brin­gen. Eine „rela­ti­ve Frei­heit in Horst“ sieht der Fach­spre­cher für Inte­gra­ti­on der SPD-Frak­ti­on laut taz vom 2. August 2012. Man müs­se das prag­ma­tisch sehen. Die flücht­lings­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Grü­nen-Frak­ti­on, Ant­je Möl­ler, weist aller­dings auf die Alter­na­ti­ve hin, es gebe leer ste­hen­de Schu­len, Gewer­be­ge­bäu­de u.a. in städ­ti­schem Besitz in Ham­burg, die her­ge­rich­tet wer­den könn­ten.