Über 4.013.000 Men­schen sind bereits vor dem syri­schen Bür­ger­krieg in die Nach­bar­län­der geflo­hen, wei­te­re 7,6 Mil­lio­nen wur­de inner­halb Syri­ens ver­trie­ben, so UNHCR am 9. Juli 2015. Die syri­sche Flücht­lings­kri­se sei damit die schlimms­te Kri­se, mit der UNHCR seit knapp einem Vier­tel­jahr­hun­dert kon­fron­tiert sei. Die Zahl der außer Lan­des geflüch­te­ten sei die höchs­te seit 1992, als über 4,6 Men­schen aus Afgha­ni­stan geflo­hen waren. Wer­den die über 270.000 Asyl­an­trä­ge von syri­schen Flücht­lin­gen in Euro­pa und tau­sen­de, die in ande­ren Regio­nen Schutz gefun­den haben mit­ge­zählt, liegt die Zahl sogar noch höher. Die Lebens­be­din­gun­gen für syri­sche Flücht­lin­ge in den Nach­bar­län­dern ver­schlech­tern sich indes­sen wei­ter: Rund 86 Pro­zent der Flücht­lin­ge außer­halb der jor­da­ni­schen Lager leben UNHCR zufol­ge unter­halb der Armuts­gren­ze von 3,20 Dol­lar pro Tag.

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