Die Tsche­chi­sche Repu­blik hat mit Abschie­bun­gen in den Irak begon­nen – trotz aller ernst­haf­ten Risi­ken für die Abge­scho­be­nen, so die tsche­chi­sche Orga­ni­sa­ti­on Orga­ni­za­ti­on for Aid to Refu­gees (OPU) in einer Pres­se­mit­tei­lung vom 3.12.2015. Eini­ge Wochen lang habe die zugrun­de­lie­gen­de bin­den­de Anwei­sung an die tsche­chi­sche Poli­zei kei­ne Aus­wir­kun­gen gehabt, weil die ira­ki­sche Bot­schaft sich gewei­gert habe, mit der tsche­chi­schen Poli­zei zu koope­rie­ren. Dann aber habe es min­des­tens vier Fäl­le von Abschie­bun­gen gege­ben. Unter den Abge­scho­be­nen habe sich ein Ira­ker mit sei­ner Fami­lie befun­den, der nach Dro­hun­gen des Isla­mi­schen Staa­tes geflo­hen sei. Seit der Abschie­bung gebe es kei­ne Infor­ma­tio­nen über ihn. Da die tsche­chi­sche Poli­zei nicht ver­pflich­tet sei, Inhaf­tier­te über das genaue Datum ihrer Abschie­bung zu infor­mie­ren, habe OPU kei­ne genau­en Infor­ma­tio­nen über all die­je­ni­gen, die in kon­kre­ter Abschie­bungs­ge­fahr sei­en. Es kön­ne sich um Dut­zen­de von Men­schen han­deln. Man habe sie in der Regel in Tsche­chi­en inhaf­tiert, wäh­rend sie sich auf der Durch­rei­se durch das Land in Rich­tung auf ande­re EU-Staa­ten befan­den, wo sie einen Asyl­an­trag zu stel­len beab­sich­tig­ten.

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