01.08.2012

Newsletter Aug 2012

Mehr als anders­wo ist die zahn­ärzt­li­che Behand­lung von Flücht­lin­gen in Thü­rin­gen seit Jah­ren in der Kri­tik. Bereits in der Ver­gan­gen­heit waren Vor­wür­fe laut gewor­den, das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz wür­de in die­sem Bun­des­land beson­ders restrik­tiv ange­wen­det. Stef­fen Dit­tes berich­tet unter der Über­schrift „Ein Vor­rang, der kei­ner sein soll“, erschie­nen im Info Nr. 2/2012 (auf den Sei­ten 12+13) des Flücht­lings­ra­tes Thü­rin­gen, über den aktu­el­len Stand der Aus­ein­an­der­set­zung über die zahn­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Immer wie­der wür­den Fäl­le bekannt, in denen Flücht­lin­ge erhalt­ba­re Zäh­ne eher gezo­gen wer­den, als die­se nach den Regeln ärzt­li­cher Kunst zu erhal­ten. Das Thü­rin­ger Lan­des­ver­wal­tungs­amt habe mit einem Rund­schrei­ben Klar­heit schaf­fen sol­len – und genau das nicht getan. Das The­ma erin­nert dar­an, dass auch nach dem Karls­ru­her Urteil zur Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des Asyl­bLG gro­ße Pro­blem­fel­der blei­ben, die die For­de­rung nahe­le­gen, dass die Abschaf­fung des Asyl­bLG die ein­zi­ge Metho­de ist, um demü­ti­gen­de und dis­kri­mi­nie­ren­de Prak­ti­ken abzu­schaf­fen.