Das britsche Refugee Support Network (RSN) hat eine Studie über junge Afghanen vorgelegt, die als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Großbritannien eingereist waren und später nach ihrer Volljährigkeit abgeschoben wurden. Von Abschiebung Betroffene aus dieser Personengruppe waren mehr als 2.000 Personen, über deren Schicksal nach der Ankunft in Afghanistan bis dato nichts bekannt war. „After Return: documenting the experiences of young people forcibly removed to Afghanistan“ versucht diese Lücke ansatzweise zu schließen, wobei allerdings lediglich 25 Personen interviewt werden konnten. Was über die soziale Situation von Rückkehrern bei den Interviews bekannt wurde, ist allerdings desaströs. Viele landeten in Situationen, wo ihnen weder Familie noch soziale Netzwerke weiterhelfen konnten, sahen sich Bedrohungen ausgesetzt. Kaum jemand gelang es, eine existenzsichernde Beschäftigung auszuüben oder Zugang zum Bildungssystem zu erhalten.

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