Bund und Länder streiten sich um die Übernahme der Kosten für die Flüchtlinge. Seit langem drängen die Länder auf eine stärkere Beteiligung des Bundes. Hinsichtlich der Berechnungsgrundlagen für die Verhandlungen wird offenbar mit allen Tricks gearbeitet, so die FAZ am 30.5.2016 „Länder wehren sich gegen Schäubles Flüchtlingsplan“. Der Berliner Finanzsenator weist darauf hin, dass in die Schäublesche Kostenrechnung Militärausgaben in Afghanistan und Beträge aus der Entwicklungshilfe eingehen. Die Zusage des Bundes, den Ländern pro Asylbewerber 670 Euro im Monat zu erstatten, hält der Senator für nicht ausreichend. Nachdem jetzt noch gewisse Integrationsleistungen hinzukämen, beliefen sich die Kosten auf etwa 1.150 Euro im Monat. Über die zu diesem Preis erhältliche Qualität redet niemand. Dabei dürfte eines der kostentreibenden Elemente die teure Lagerunterbringung sein, die zum Teil wegen lang laufender Verträge auch bei zurückgehenden Asylbewerberzahlen noch vielerorts weiter existieren wird.

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