Der Ver­such der Bun­des­re­gie­rung, Marok­ko, Tune­si­en und Alge­ri­en zu siche­ren Her­kunfts­staa­ten erklä­ren zu las­sen, ist jeden­falls vor der par­la­men­ta­ri­schen Som­mer­pau­se geschei­tert. Die Bun­des­re­gie­rung hält an ihrem Plan fest. Wie die taz am 6.7.2016 berich­tet, hat Kanz­ler­amts­mi­nis­ter Alt­mai­er in einem Brief an die Län­der-Grü­nen dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es mit Blick auf die Ent­wick­lung der Migra­ti­on über die zen­tral­m­edi­ter­ra­ne Rou­te eines zügi­gen und ent­schlos­se­nen Signals bedür­fe. Vor dem Hin­ter­grund der Tat­sa­che, dass die Bereit­schaft zumin­dest Marok­kos und Alge­ri­ens zur Rück­nah­me von im Asyl­ver­fah­ren abge­lehn­ten Staats­an­ge­hö­ri­gen rela­tiv gering ist, ist klar, dass die Ein­stu­fung der drei Maghreb-Staa­ten als siche­re Her­kunfts­staa­ten ledig­lich sym­bo­li­sche Wir­kung hät­te, wenn sich dar­an nichts ändert.

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