01.09.2011

Newsletter Sep 2011

Tele­po­lis hat am 2. August 2011 den Sozi­al­wis­sen­schaft­ler Rey Koslow­ski, Pro­fes­sor für inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen der Uni­ver­si­tät in Alba­ny, inter­viewt, der sich mit The­men wie Migra­ti­ons­kon­trol­le und Men­schen­schmug­gel beschäf­tigt hat. Anlass des Inter­views ist die u.a. von Fron­tex immer mehr vor­an­ge­trie­be­ne Ent­wick­lung von Grenz­über­wa­chungs­sys­te­men in Koope­ra­ti­on zwi­schen staat­li­chen, halb­staat­li­chen und pri­va­ten Stel­len. Über­wa­chungs­an­la­gen, Grenz­si­che­rungs­tech­nik, Droh­nen, Robo­ter, ver­netz­te Daten­sys­te­me – was bringt das letzt­lich? Koslow­ski ist skep­tisch. Es han­de­le sich um „all­zu simp­le Grund­an­nah­men“, die den teu­ren Tech­nik­pro­jek­ten zugrun­de lie­gen. Obwohl Koslow­ski die Wider­sprü­che der Pla­nun­gen plas­tisch auf­zeigt, ist nicht anzu­neh­men, dass sie gestoppt wer­den. Dazu ist der mili­tä­risch-bun­des­po­li­zei­lich-indus­tri­el­le Kom­plex, des­sen Ver­net­zung auch per­so­nell bei der Beset­zung der Stel­le des Ber­li­ner Poli­zei­prä­si­den­ten, beim Tätig­wer­den von Grenz­schüt­zern in Sau­di-Ara­bi­en usw. deut­lich wur­de, viel zu ein­fluss­reich.