Die Bun­des­re­gie­rung hat am16. Juli 2015 eine klei­ne Anfra­ge der Lin­ken zur „See­not­ret­tung im Mit­tel­meer“ beant­wor­tet (BT-Druck­sa­che 18/5180, 18/5572). Die Bun­des­re­gie­rung führt in der Ant­wort das Arse­nal auf, das zur­zeit im Mit­tel­meer im Ein­satz ist, aller­dings ganz über­wie­gend nicht mit der Haupt­auf­ga­be, Flücht­lin­ge aus See­not zu ret­ten. Inter­es­sant ist, dass zivi­le Han­dels­schif­fe von Ende 2014 bis Ende April 2015 22.439 Men­schen aus See­not geret­tet haben. Das sind mehr Geret­te­te als im sel­ben Zeit­raum im Rah­men der Fron­tex-Ope­ra­ti­on Tri­ton von dort ein­ge­setz­ten Schif­fen auf­ge­nom­men wor­den. Für 2015 ist die Rede von 70.000 aus aku­ter See­not Geret­te­ten bei ca. 122.000 auf dem Mit­tel­meer fest­ge­stell­ten Per­so­nen. Der weit­aus größ­te Teil der See­not­ret­tungs­ein­sät­ze fand außer­halb des Ope­ra­ti­ons­ge­biets der Fron­tex-Mis­si­on Tri­ton statt. Zum Stand der See­not­ret­tung hat sich die Abge­ord­ne­te Ulla Jel­pke in einer Pres­se­mit­tei­lung vom 16. Juli 2015 mit der zen­tra­len For­de­rung nach einer zivi­len See­not­ret­tung in euro­päi­scher Ver­ant­wor­tung und kla­rem Auf­trag geäu­ßert.

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