01.11.2012

Newsletter Nov 2012

Die Schwei­ze­ri­sche Flücht­lings­hil­fe (SFH) hat am 4. Okto­ber 2012 ein Gut­ach­ten ihrer Län­der­ana­ly­se zum The­ma „Zugang Ange­hö­ri­ger der Roma-Eth­nie zu Gesund­heits­diens­ten und Sozi­al­hil­fe in Ser­bi­en“ ver­öf­fent­licht (Autor Adri­an Schus­ter). Das Gut­ach­ten beschäf­tigt sich ins­be­son­de­re mit dem vie­le Roma betref­fen­de Pro­blem des Zugangs zu medi­zi­ni­schen Diens­ten, wenn eine Auf­nah­me in die obli­ga­to­ri­sche Kran­ken­ver­si­che­rung (zunächst) nicht vor­liegt. Die Not­wen­dig­keit, den Anspruch auf die Ver­si­che­rung durch amt­li­che Doku­men­te bele­gen zu müs­sen, kön­ne für Ange­hö­ri­ge der Roma eine gro­ße Hür­de dar­stel­len. Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen hät­ten in einer Ein­ga­be im Jahr 2011 an das UN-Komi­tee zur Eli­mi­nie­rung von Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung auf die kon­kre­ten Schwie­rig­kei­ten hin­ge­wie­sen. Ein neu­es Gesetz vom Sep­tem­ber 2012 sol­le auch für Roma den Zugang zum Gesund­heits­we­sen erleich­tern, indem es die Hür­den zur Erlan­gung einer Geburts­ur­kun­de senkt. Das Gut­ach­ten ver­weist dar­auf, dass der Men­schen­rechts­kom­mis­sar des Euro­pa­rats, Tho­mas Hammar­berg, noch Mit­te 2011 kri­ti­sier­te, dass trotz der erziel­ten Fort­schrit­te Roma wei­ter­hin wegen feh­len­der Infor­ma­tio­nen, unvoll­stän­di­ger Doku­men­te und Armut beschränk­ten Zugang zu Gesund­heits­diens­ten hät­ten. Das Euro­pean Roma Rights Cent­re und ande­re NGOs berich­te­ten zudem von Dis­kri­mi­nie­run­gen oder der Ableh­nung adäqua­ter Behand­lun­gen durch medi­zi­ni­sches Fach­per­so­nal.