01.01.2012

Newsletter Jan 2012

Ins fal­sche Land abge­scho­ben wur­de ein 53jähriger ira­ni­scher Asyl­su­chen­der mit ira­kisch-kur­di­schen Wur­zeln. Der Betrof­fe­ne hat jetzt eine Beschwer­de beim schwe­di­schen Ombuds­mann für Jus­tiz­an­ge­le­gen­hei­ten anhän­gig machen las­sen, nach­dem im Irak, wo er jetzt in Haft sitzt, bis zu 15 Jah­ren Haft dro­hen könn­ten. Der Betrof­fe­ne ist im Irak gebo­ren, wur­de spä­ter ira­ni­scher Staats­bür­ger und floh aus dem Iran im Jah­re 2002 nach Schwe­den, wo er Asyl­an­trag stell­te. Nach Anga­ben sei­ner Anwäl­tin stand sei­ne Abschie­bung in den Iran nach end­gül­ti­ger Ableh­nung des Asyl­an­tra­ges bevor. Tat­säch­lich habe man ihn dann in den Irak aus­ge­flo­gen. Ihr Man­dant sei Ange­hö­ri­ger einer kur­di­schen Min­der­heit, von denen vie­le zu Sad­dam Hus­seins Zei­ten in den Iran aus­ge­wie­sen wor­den sei­en. Tau­sen­de sei­en in den 80er Jah­ren im Iran ver­schwun­den. Die ira­ki­sche Bot­schaft in Schwe­den hat nach Anga­ben von Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen einen ira­ki­schen Pass aus­ge­stellt, weil es eine Rege­lung gebe, dass kur­di­sche Min­der­hei­ten­an­ge­hö­ri­ge ihre ira­ki­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit wie­der erwer­ben könn­ten. Die Ver­wand­ten gehen davon aus, dass mate­ri­el­le Inter­es­sen im Spiel gewe­sen sei­en könn­ten, als die Bot­schaft einen ech­ten Pass für die Abschie­bung zur Ver­fü­gung stell­te. (Quel­le: Migra­ti­on News Sheet, Dezem­ber 2011)