Die schwedische Regierung hat die Asylgesetzgebung drastisch verschärft, so berichtete unter anderem die Zeitung The Local am 24. November 2015. Die Behörden sähen sich nicht mehr in der Lage eine adäquate Unterbringung aller ankommenden Flüchtlinge zu gewährleisten, die Aufnahmestrukturen seien vollkommen überlastet. Die Regierung betonte, Schweden sei das Land, das pro Kopf am meisten Flüchtlinge europaweit aufnehme. Nun sei europäische Solidarität gefragt.  Zunächst für die Dauer von drei Jahren wurden folgende Verschärfungen eingeführt: Temporäre Aufenthaltserlaubnisse für Flüchtlinge, Einschränkung von Familiennachzug und medizinische Altersfeststellung bei allen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Auch Identitätsprüfungen sollen regelmäßig durchgeführt werden. Die Rechte von Schutzsuchende werden durch die Verschärfungen massiv beschnitten.

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