In einer gemein­sa­men Pres­se­er­klä­rung zum Inter­na­tio­na­len Tag der Gewalt gegen Frau­en haben die Orga­ni­sa­ti­on Women in Exi­le und der Flücht­lings­rat Bran­den­burg am 25.11.2015 Schutz für geflüch­te­te Frau­en gefor­dert – vor allen For­men vor Gewalt! Sie sei­en akut betrof­fen von sexu­el­ler Beläs­ti­gung in Lagern. Geflüch­te­te Frau­en und LGBTI Per­so­nen wür­den auf­grund ihres Geschlechts oder ihrer sexu­el­len Iden­ti­tät durch ras­sis­ti­sche Über­grif­fe und die Asyl­ge­set­ze selbst, durch trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen auf der Flucht, die in den Mas­sen­un­ter­künf­ten ihre Fort­set­zung fin­den, durch kör­per­li­che und sexu­el­le Beläs­ti­gung, feh­len­de Pri­vat­sphä­re und Angst vor Abschie­bung dis­kri­mi­niert und ver­letzt. Der Schutz der EU-Auf­nah­me­richt­li­nie ste­he in gro­ßer Zahl auch Frau­en und ihren Kin­dern zu. In über­füll­ten Mas­sen­un­ter­künf­ten kön­ne dies nicht rea­li­siert wer­den. Gefor­dert wird, dass geschlechts­spe­zi­fi­sche Flucht­grün­de immer aner­kannt wer­den. Asyl­rechts­ver­schär­fun­gen, die schutz­be­dürf­ti­ge Per­so­nen beson­de­ren Gefah­ren aus­setz­ten, müss­ten zurück­ge­nom­men wer­den. Gefor­dert wird wei­ter Gewalt­schutz und Zugang zu Regel­leis­tun­gen für die Per­so­nen­grup­pe.

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