Über jüngs­te repres­si­ve Ent­wick­lun­gen im Umgang mit Flücht­lin­gen berich­tet bordermonitoring.eu unter der Über­schrift „Recent repres­si­on on peop­le on the move in Ser­bia“ am 1.9.2016. Ver­schärft seit dem Som­mer betreibt Ser­bi­en an den Süd­gren­zen zu Maze­do­ni­en und Bul­ga­ri­en eben­falls eine regel­rech­te Poli­tik der ille­ga­len Zurück­schie­bun­gen (Push Backs). In Ser­bi­en gehe dies aller­dings ein­her mit der Ver­wen­dung huma­ni­tär klin­gen­den Voka­bu­lars, wodurch man sich offen­bar von Ungarn und Maze­do­ni­en unter­schei­den wol­le, wo man sich erfolg­rei­cher Push Backs gera­de­zu rüh­me. Die Zahl der in Ser­bi­en wegen der unga­ri­schen Zurück­schie­bungs­po­li­tik fest­ste­cken­den Men­schen stei­ge täg­lich an. Dra­ma­ti­sches wer­de von Men­schen berich­tet, die den Grenz­über­tritt nach Ungarn zunächst geschafft hät­ten und dann zurück­ge­schickt wor­den sei­en: Gewalt­tä­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Grenz­po­li­zei und Jag­den durch pri­va­te Grenz­pa­trouil­len, der Ein­satz von Trä­nen­gas, Hand­schel­len, Fuß­schel­len, Pfef­fer­spray, Schuss­waf­fen und ernied­ri­gen­den Metho­den. Die Zurück­keh­ren­den wür­den in Städ­ten wie Bel­grad aus öffent­li­chen Parks, wo sie not­dürf­tig unter­kom­men, her­aus­ge­drängt. Schi­ka­nö­se Kon­trol­len näh­men zu. Ins­ge­samt set­ze man offen­bar auf eine Stra­te­gie der Ver­wir­rung und Intrans­pa­renz.

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