01.04.2012

Newsletter Apr 2012

Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes (PACE) hat in einem Bericht fest­ge­stellt, dass es ein gan­zer Kata­log von Feh­lern war, der zum Tod von 63 Men­schen geführt hat, die vor dem Kon­flikt in Liby­en im März 2011 geflo­hen waren. Der Bericht von Tine­ke Strik weist die Ver­ant­wor­tung unter ande­rem den für die See­not­ret­tung zustän­di­gen ita­lie­ni­schen Behör­den, der NATO, den Flag­gen­staa­ten von Schif­fen in der See­re­gi­on wie den liby­schen Behör­den und skru­pel­lo­sen Schleu­sern zu. Die NATO reagier­te nicht auf Not­ru­fe in der dama­li­gen Mili­tär­zo­ne, die unter ihrer Kon­trol­le stand, eine spa­ni­sche Fre­gat­te unter NATO-Kom­man­do war nur 11 Mei­len ent­fernt, ein ita­lie­ni­sches Schiff etwa 37 nau­ti­sche Mei­len. Das Komi­tee hielt die Zeu­gen­aus­sa­gen von neun Über­le­ben­den für glaub­haft, die berich­tet hat­ten, ein Mili­tär­hub­schrau­ber habe Was­ser und Kek­se abge­wor­fen aber nichts unter­nom­men. Man habe vie­le Gele­gen­hei­ten Leben zu ret­ten ver­säumt, so die Schluss­fol­ge­rung des Komi­tees. Der Bericht im Voll­text legt die Ver­mu­tung nahe, dass so viel Ver­sa­gen nicht Zufall sein kann.

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