01.10.2011

Newsletter Oct 2011

„Wir, die Heim­be­woh­ner der Gemein­schafts­un­ter­kunft Jür­gen­storf for­dern, dass das Heim abge­schafft wird.“ So beginnt ein offe­ner Brief von Flücht­lin­gen, die in dem klei­nen Dorf Jür­gen­storf in Meck­len­burg-Vor­pom­mern unter­ge­bracht sind. Der Ort bie­te den Flücht­lin­gen, die sich kein Auto und nur weni­ge Fahr­ten mit den spär­lich ver­keh­ren­den öffent­li­chen Bus­sen leis­ten kön­nen, kei­ne Infra­struk­tur, kei­ne Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und kei­ne Frei­zeit­an­ge­bo­te. Zu Läden oder Ärz­ten müss­ten die Flücht­lin­ge oft kilo­me­ter­weit lau­fen und dabei ras­sis­ti­sche Über­grif­fe fürch­ten. Zudem sei das Gebäu­de der Unter­kunft in deso­la­tem Zustand, es gebe nicht aus­rei­chend Koch­mög­lich­kei­ten, die Duschen sei­en defekt, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge wie Inter­net oder Fax nicht vor­han­den. Der Flücht­lings­rat Meck­len­burg-Vor­pom­mern begrüßt den offe­nen Brief und unter­stützt die For­de­run­gen der Flücht­lin­ge nach einer Schlie­ßung des Hei­mes und einer dezen­tra­len Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge.