01.09.2011

Newsletter Sep 2011

Eine neue UNICEF-Stu­die, ver­öf­fent­licht im August 2011, doku­men­tiert die ver­zwei­fel­te Lage abge­scho­be­ner Roma-Kin­der im Koso­vo. Im Auf­trag von UNICEF hat die Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin Vere­na Knaus von Okto­ber 2010 bis Juli 2011 ins­ge­samt 200 in das Koso­vo abge­scho­be­ne Fami­li­en auf­ge­sucht. Ziel war es, die Inte­gra­ti­on der Kin­der und ihre aktu­el­le Lebens­si­tua­ti­on zu doku­men­tie­ren. Das Ergeb­nis der UNICEF-Stu­die „Abge­scho­ben und ver­ges­sen“: Drei­vier­tel aller zurück­ge­führ­ten bzw. abge­scho­be­nen Kin­der von Min­der­hei­ten­an­ge­hö­ri­gen im schul­pflich­ti­gen Alter besu­chen kei­ne Schu­le. Vor­ge­se­he­ne Maß­nah­men wie Sprach­kur­se oder För­der­maß­nah­men wur­den nicht umge­setzt. Schul­di­rek­to­ren igno­rie­ren offi­zi­el­le Rege­lun­gen. Vie­le der rück­ge­führ­ten Fami­li­en leben in her­un­ter­ge­kom­me­nen Woh­nun­gen in abso­lu­ter Armut. Es fehlt an poli­ti­schem Wil­len die vor­ge­se­he­nen Reinte­gra­ti­ons­maß­nah­men auf der Ebe­ne der Gemein­den umzu­set­zen. Nur ein klei­ner Teil der bud­ge­tier­ten Mit­tel erreicht bis­lang eini­ge weni­ge Fami­li­en.