01.03.2013

Newsletter Mar 2013

ECRE, Forum Réfu­giés – Cosi und das Unga­ri­sche Hel­sin­ki Komi­tee stell­ten bei einer Kon­fe­renz im Euro­päi­schen Par­la­ment die Ergeb­nis­se der gemein­sa­men Stu­die „The Dub­lin II Regu­la­ti­on: Lives on Hold” vor. Sie hat­ten das Datum des zehn­jäh­ri­gen Bestehens der Dub­lin II Ver­ord­nung, den 18. Febru­ar 2013, zum Anlass genom­men, die ver­glei­chen­de Stu­die zu ver­öf­fent­li­chen. Der Bericht zeigt auf, dass die Dub­lin Ver­ord­nung in den Mit­glied­staa­ten sehr unter­schied­lich ange­wen­det wird. Ent­ge­gen des eigent­li­chen Ziels der Ver­ord­nung sei eine fai­re Prü­fung des Schutz­ge­su­ches von Asyl­su­chen­den im Dub­lin II Sys­tem nicht gewähr­leis­tet. Ins­be­son­de­re die Tren­nung von Fami­li­en sei ein gra­vie­ren­des Pro­blem, so die Ver­fas­ser der Stu­die. Auch die Anwen­dung der huma­ni­tä­ren Klau­sel sei unzu­rei­chend – die Klau­sel ermög­licht einem Mit­glied­staat, sel­ber ein Asyl­ge­such zu prü­fen, um Fami­li­en­mit­glie­der zusam­men­zu­füh­ren oder aus huma­ni­tä­ren Grün­den die Ver­ant­wor­tung für ein Schutz­ge­such zu über­neh­men. Die Stu­die kri­ti­siert außer­dem, dass Asyl­su­chen­de im Dub­lin Ver­fah­ren häu­fig zweit­ran­gig behan­delt wür­den und häu­fig mit schlech­te­ren Auf­nah­me­be­din­gun­gen kon­fron­tiert sei­en.