01.11.2013

Newsletter Nov 2013

Bei solcher Bewertung von Grenzschutzmaßnahmen muss bezweifelt werden, dass eine Bereitschaft besteht, zur Kenntnis zu nehmen, dass auch an anderen Stellen der europäischen Außengrenzen die Methoden der Menschenjagd immer brutaler werden wie Birgit v. Criegern bei Telepolis unter der Überschrift „Gewalt gegen Migranten in Marokko nimmt zu“ am 14. Oktober 2013 berichtet. Zitiert werden diverse Berichte von Menschenrechtsorganisationen, die darauf hindeuten, dass das Ausmaß der Gewalt gegen Flüchtlinge und Migranten ein Niveau erreicht hat, wie man es seit 2005 nicht mehr erlebt hat. Deutlich werde die Tendenz, dass die Verantwortung für die Misshandlung gegen Migranten als nationales Problem im Wesentlichen bei Marokko verbleibe, während der bilaterale Verhandlungspartner Spanien seit Jahren Abkommen über die Eindämmung „illegaler Migration“ mit Marokko erneuere und die EU die technische Überwachung mit Eurosur voranbringe. PRO ASYL wird zitiert mit der Diagnose, dass das Abkommen über die Mobilitätspartnerschaft zwischen Marokko und der EU in Verbindung mit einem Rückübernahmeabkommen nicht das geringste zu Besserung der Lage für Migranten aus dem subsaharischen Afrika beitragen werde. Die Marokko zugedachte Rolle ist die verstärkte Mitwirkung an der Blockade der Fluchtroute in Richtung Spanien und die Ermöglichung reibungslosen Abschiebungen derer, die es geschafft haben, zunächst aus Marokko heraus zu kommen.