01.08.2012

Newsletter Aug 2012

Auf der Web­site des Ver­la­ges Edi­ti­on Assem­bla­ge berich­tet Bern­hard Schmid, der Autor des Buches „Die ara­bi­sche Revo­lu­ti­on? – Sozia­le Ele­men­te und Jugend­pro­test in den nord­afri­ka­ni­schen Revol­ten“ über Debat­ten anläss­lich der Vor­be­rei­tun­gen auf das Afri­ka­ni­sche Sozi­al­fo­rum, das im nächs­ten März in Tune­si­en statt­fin­den wird. Im Maghreb orga­ni­siert sich der Wider­stand gegen Umgang mit Migran­tin­nen und Migran­ten, den die Staa­ten der Regi­on im Auf­trag der Fes­tung Euro­pa betrei­ben. In Tune­si­en ist „ille­ga­le Aus­rei­se“ nach einem aus der Zeit der Dik­ta­tur stam­men­den Gesetz eben­so straf­bar wie die Nicht-Anzei­ge der Kennt­nis eines Aus­rei­se­ver­suchs. Doch, so der Autor, eini­ges begin­ne sich zu wan­deln. So habe die Regie­rung ange­kün­digt, die Migra­ti­ons­ab­kom­men mit den EU-Staa­ten mit­tel- und län­ger­fris­tig neu zu ver­han­deln. Offen­bar gehe es dabei aller­dings ledig­lich um die Situa­ti­on der im Aus­land leben­den tune­si­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen. Ver­schärft habe sich unter ande­rem aktu­ell die Pra­xis in Marok­ko. In Reak­ti­on auf Aus­ein­an­der­set­zun­gen am Grenz­zaun der spa­ni­schen Enkla­ven Ceu­ta und Melil­la, bei denen ein Poli­zist zu Tode kam und 30 Migran­tin­nen und Migran­ten ver­letzt wur­den, ver­haf­te­ten marok­ka­ni­sche Behör­den am 11. Juli 2012 in Nador 400 Per­so­nen und setz­ten sie im Lan­des­in­ne­ren aus, unter ihnen schwan­ge­re Frau­en.