Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) übt „Kritik an der Bezeichnung ‚unbegleitete minderjährige Ausländer_in‘“. Es mache durchaus einen großen Unterschied, ob man von Flüchtlingen oder von Ausländer_innen spreche. Die neue Bezeichnung kursiere in Fachkreisen seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Flüchtlinge zum 1.11.2015. Das Bundesfamilienministerium habe die neue Bezeichnung damit begründet, dass es bei der Einreise noch keineswegs erwiesen sei, ob es sich bei den Jugendlichen um Flüchtlinge nach der Genfer Konvention handele oder nicht. Der Bundesfachverband sieht dies kritisch. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollten nicht in erster Linie als Ausländer_innen wahrgenommen werden, sondern als Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Fluchtsituation spezifische Bedürfnisse hätten. Der Bundesfachverband hat eine Synopse zum Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher zusammengestellt.

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