01.06.2014

Newsletter Jun 2014

Kri­ti­sche Wor­te für den Umgang mit afgha­ni­schen Orts­kräf­ten, die seit Beginn des ISAF-Ein­sat­zes für die Bun­des­wehr gear­bei­tet haben, fin­det auch das Bun­des­wehr-Jour­nal. Nicht nur Deutsch­land, son­dern auch ande­re Natio­nen, die sich an der Mis­si­on in Afgha­ni­stan betei­ligt hät­ten, täten sich schwer mit Asyl­ge­su­chen oder Auf­nah­me­wün­schen ihrer Unter­stüt­zer. Auch Staa­ten, die längst Auf­nah­me­pro­gram­me hat­ten, bevor Deutsch­land damit begann, haben in der Pra­xis hohe Hür­den, die es zu über­win­den gilt. Dies trifft für das US-Pro­gramm zu, das im Prin­zip für alle Afgha­nen gel­ten soll­te, die am Hin­du­kusch für die US-Regie­rung gear­bei­tet haben. Obwohl eine gro­ße Zahl von Visa zur Ver­fü­gung steht, sind bis­her nur 1.200 afgha­ni­sche Orts­kräf­te tat­säch­lich auf­ge­nom­men wor­den. Kana­da hat Auf­nah­me­be­reit­schaft für 800 afgha­ni­sche Orts­kräf­te mit Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen bekun­det. Klei­ne­re Kon­tin­gen­te wur­den von Neu­see­land, Däne­mark und Nor­we­gen auf­ge­nom­men, wobei deren mili­tä­ri­sches Enga­ge­ment im Rah­men von ISAF auch bereits gerin­ger gewe­sen war. Spa­ni­en hat ledig­lich auf Druck der Öffent­lich­keit 12 afgha­ni­schen Dol­met­schern Asyl gewährt. In Schwe­den haben Ein­rei­sen afgha­ni­scher Orts­kräf­te begon­nen. Aus­tra­li­en hat­te erst kürz­lich ver­kün­det, in einer Auf­nah­me­ak­ti­on abseits öffent­li­cher Auf­merk­sam­keit eine grö­ße­re Zahl afgha­ni­scher Orts­kräf­te auf­ge­nom­men zu haben.