Noch vor der Sommerpause fanden Debatten zwischen Bund und Ländern über die Aufteilung der Kosten für Flüchtlinge statt. Ein bisschen Erpressung war auch dabei, bspw. als Sachsen-Anhalts Ministerpräsident sagte, der Bund sei gut beraten, sich mit den Ländern zu einigen, weil man andernfalls mit dem Integrationsgesetz im Bundesrat nicht zurande käme. In vielen Beiträgen wurde klar, dass über die tatsächlichen Kosten der Aufnahme von Flüchtlingen keine Klarheit besteht, insbesondere auch, weil die Zusammenführung höchst unterschiedlicher Daten aus den Kommunen offenbar sehr schwierig ist. In der Tagesschau war am 7.7.2016 die Rede davon, es könne sich um irgendeinen Betrag zwischen sieben und 55 Milliarden Euro handeln. Eine geisterhafte Diskussion, bei der sich die Waage am Ende vor dem Hintergrund der guten Kassenlage des Bundes auf die Seite der Länder neigte.

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