01.10.2014

Newsletter Oct 2014

Mit einer Pres­se­er­klä­rung vom 29. August 2014 pro­tes­tiert der Kie­ler Flücht­lings­rat gegen die „Aus­lie­fe­rung“ eines poli­tisch ver­folg­ten Jour­na­lis­ten an den Ver­fol­ger­staat Jemen und for­dert Initia­ti­ven zu sei­ner Befrei­ung. Der Men­schen­rechts­ak­ti­vist A. war mit sei­ner fünf­köp­fi­gen Fami­lie per Flug nach Oslo im Rah­men des Dub­lin-Ver­fah­rens rück­über­stellt wor­den. Dies führ­te zu einer Ket­ten­ab­schie­bung: „Non­stop von Neu­müns­ter über Oslo ins Gefäng­nis im Jemen“. Herr A. kam noch am Flug­ha­fen in Haft. Der Kon­takt zur in Frei­heit befind­li­chen Ehe­frau und den Kin­dern riss ab. Der Flücht­lings­rat kri­ti­siert die deut­sche „Kol­la­bo­ra­ti­on“ im Zuge des Dub­lin-Ver­fah­rens, wenn etwa Nor­we­gen sehen­den Auges im Zuge von Ket­ten­ab­schie­bun­gen Gefah­ren für Betrof­fe­ne in Kauf neh­me.