01.01.2013

Newsletter Jan 2013

Der Jesui­ten-Flücht­lings­dienst Euro­pa hat am 6. Dezem­ber 2012 einen Bericht zur Lebens­si­tua­ti­on von Migran­ten in Marok­ko und Alge­ri­en ver­öf­fent­licht. Anläss­lich der Vor­stel­lung von „Lives in Tran­si­ti­on“ wie­sen die Auto­ren auf die Gefah­ren hin, denen Flücht­lin­ge und Migran­ten in die­sen Staa­ten aus­ge­setzt sind. Sie resul­tier­ten auch aus der Zusam­men­ar­beit mit der EU bei der soge­nann­ten Bekämp­fung der ille­ga­len Ein­wan­de­rung. Seit Anfang 2002 kom­me es ver­stärkt vor, dass bei­de Län­der Migran­ten aus dem sub­sa­ha­ri­schen Afri­ka ohne nähe­re Prü­fung in Wüs­ten­re­gio­nen an ihren Gren­zen aus­setz­ten. Anstatt die Ver­ant­wor­tung für den Flücht­lings­schutz abzu­wäl­zen und dann weg zu sehen, müs­se die EU Ver­ant­wor­tung über­neh­men und die Wah­rung der Men­schen­rech­te als nicht ver­han­del­ba­res Ele­ment in Abkom­men mit Dritt­staa­ten auf­neh­men. Der Jesui­ten-Flücht­lings­dienst for­dert ange­sichts der Ver­hält­nis­se in Marok­ko und Alge­ri­en die EU auf, Abschie­bun­gen in bei­de Län­der zu stop­pen, bis deren Regie­run­gen nach­wei­sen, dass die Rech­te aller Migran­ten respek­tiert wer­den.