01.01.2012

Newsletter Jan 2012

Die ira­ki­sche Regie­rung und die Ver­ein­ten Natio­nen haben sich auf die Umsied­lung der Insas­sen aus dem Lager Aschraf ver­stän­digt, in dem über­wie­gend der Ange­hö­ri­ge der ira­ni­schen Volks­mud­scha­hed­din leben. Über 3.400 Men­schen sol­len jetzt vor­über­ge­hend auf einer Basis der ehe­ma­li­gen US-Trup­pen nahe dem Flug­ha­fen von Bag­dad unter­ge­bracht wer­den. Das Flücht­lings­hoch­kom­mis­sa­ri­at wird Anträ­ge auf Umsiedlung/Resettlement prü­fen. Wie die taz vom 28. 12. 2011 berich­tet, ist die Bereit­schaft des Wes­tens zur Auf­nah­me der Bewoh­ner des Camps Aschraf gering. Aller­dings kann man vor dem Hin­ter­grund der Situa­ti­on im Irak die seit jeher sek­ten­haft auf­tre­ten­den Volks­mud­scha­hed­din nicht ihrem Schick­sal über­las­sen. Es ist sehr zwei­fel­haft, ob die ira­ki­sche Regie­rung für den Schutz der Betrof­fe­nen dau­er­haft sor­gen wird und ob die jet­zi­ge Ver­ein­ba­rung umge­setzt wer­den kann. Ein „Inter­na­tio­nal Comit­tee of Jurists in Defence of Ashraf“ hat kri­ti­siert, dass Camp Liber­ty sich in einen Gefäng­nis­kom­plex ver­wan­deln wer­de und Unwahr­hei­ten über die dor­ti­gen Umstän­de ver­brei­tet wür­den. Das Camp sei kein Ort, um mehr als 3.000 Men­schen unter men­schen­wür­di­gen Bedin­gun­gen unter­zu­brin­gen. Außer­dem sei das Lager in den letz­ten Dezem­ber­ta­gen von Rake­ten ange­grif­fen wor­den.