Gegen die Planungen der bayerischen Staatsregierung, Asylsuchende aus Staaten des Balkans zur Abschreckung und schnellen Abschiebung in grenznahen Aufnahmeeinrichtungen unterzubringen, hat sich das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) in einer Pressemitteilung vom 21. Juli 2015 gewandt. Dennoch hat die bayerische Staatsregierung inzwischen ein solches Abschreckungs- und Abschiebungslager in der Nähe von Ingolstadt und in besonderer Nähe zum Flughafen Manching eingerichtet. Insgesamt sollen dort bis zu 1500 Asylsuchende aus den angeblich sicheren Herkunftsstaaten des Balkans sowie aus Albanien, dem Kosovo und Montenegro in drei Einrichtungen untergebracht werden. Rund 120 Mitarbeiter verschiedener Behörden des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, und nach Medienberichten sogar des bayerischen Verwaltungsgerichtes, sollen in Büros und im Kasernengelände die Asylverfahren abwickeln. Der Bayerische Flüchtlingsrat hat das Manching-Projekt in einer Pressemitteilung vom 31. Juli 2015 als Balkan-Sonderlager mit Abschiebeflughafen kritisiert.

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