01.07.2014

Newsletter Jul 2014

Die Inter­na­tio­nal Com­mis­si­on of Jurists (ICJ) und der euro­päi­sche Flücht­lings­rat (ECRE) haben am 22. Mai 2014 ihre drit­te gemein­sa­me Ein­ga­be an das Minis­ter­ko­mi­tee des Euro­pa­ra­tes bezüg­lich der Umset­zung des Urteils M.S.S. vs. Bel­gi­um and Greece des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für Men­schen­rech­te durch Grie­chen­land geschickt. Die Ein­ga­be wur­de im Vor­feld des Tref­fens des Minis­ter­ko­mi­tees vom 3. bis zum 5. Juni getä­tigt. Bei dem Tref­fen stand die Prü­fung der Umset­zung des Urteils durch die grie­chi­sche Regie­rung auf der Tages­ord­nung. Ins­be­son­de­re das grie­chi­sche Asyl­ver­fah­ren und die Haft­be­din­gun­gen wur­den kri­ti­scher Über­prü­fung unter­zo­gen. Die bei­den Orga­ni­sa­tio­nen kri­ti­sie­ren die man­geln­de Unab­hän­gig­keit des neu­en Asyl-Beschwer­de­ko­mi­tees, Schwie­rig­kei­ten beim Zugang zu den Asyl­bü­ros, die unzu­rei­chen­de Gewäh­rung unent­gelt­li­cher Rechts­be­ra­tung für Asyl­su­chen­de und die Will­kür bei der Aus­set­zung von Abschie­be­an­ord­nun­gen wäh­rend der Beschwer­de­füh­rung. Auch die grie­chi­schen Haft­be­din­gun­gen wer­den kri­ti­siert, prak­ti­sche Hin­der­nis­se, Kla­gen gegen Haft­be­din­gun­gen ein­zu­rei­chen und die Dis­kri­mi­nie­rung im Rah­men der Ope­ra­ti­on Xeni­os Zeus. Auch wei­sen die ICJ und ECRE auf die Ende 2013 und Anfang 2014 erschie­ne­nen besorg­nis­er­re­gen­den Berich­te von Pro Asyl und Amnes­ty Inter­na­tio­nal zu mut­maß­li­chen Push-Back Ope­ra­tio­nen durch die grie­chi­schen Behör­den hin.

http://ecre.org/index.php?option=com_downloads&id=887

Tref­fen Minis­ter­ko­mi­tee: https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Del/Dec%282014%291201&Language=lanEnglish&Ver=immediat&Site=COE&BackColorInternet=C3C3C3&BackColorIntranet=EDB021&BackColorLogged=F5D383