Über private Betreiber von Flüchtlingswohnheimen berichtet HR Online am 16.12.2015 am Beispiel eines ehemaligen Kinderkrankenhauses in Kassel, das inzwischen von einer privaten Immobilienfirma als Flüchtlingsunterkunft betrieben wird. Da sich zum Thema dieses Geschäftsfeldes selten konkrete Zahlen finden lassen, weil sie von Betreibern und Städten und Kommunen als Vertragspartnern unter Verschluss gehalten werden, sind die bei HR Online genannten Zahlen recht interessant. Warum die Stadt Kassel allerdings die Einschaltung eines privaten Betreibers einem Eigenbetrieb vorzieht, wird nicht deutlich. Womöglich wäre es noch teurer, sagt der Sozialdezernent. Es wäre interessant zu wissen, aus welchen Gründen der private Betreiber billiger sein kann. Da ist die Erklärung, das eigene Betreiben einer Unterkunft sei in jedem Fall umständlicher, eine oft gehörte, aber wenig nachvollziehbare Aussage. Auch im vorliegenden Fall bleibt vieles im Dunkeln. Zu den Betriebskosten und zum Kaufpreis gibt es – wie eigentlich immer – keine Informationen. Der Landkreis Kassel macht es ganz anders und setzt inzwischen nur noch auf in Eigenregie organisierte Flüchtlingsunterkünfte.

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