01.12.2012

Newsletter Dec 2012

Die Hel­sin­ki Citizen’s Assem­bly in der Tür­kei hat sich in einer Brie­fing Note vom 16. Novem­ber 2012 zum Pro­blem der syri­schen Flücht­lin­ge in der Tür­kei geäu­ßert und dabei auf die exis­tie­ren­den Pro­ble­me hin­ge­wie­sen. Die Grö­ße der Lager, in denen syri­sche Flücht­lin­ge leben, ist immens – zwi­schen 2.000 und 19.000 Plät­zen. Mit Aus­nah­me eines Lagers bestehen sie alle aus Zel­ten. Cir­ca 60.000 syri­sche Flücht­lin­ge hal­ten sich aus den ver­schie­dens­ten Grün­den, unter ande­rem aus der Angst vor Infil­tra­ti­on der Lager durch Agen­ten des syri­schen Geheim­diens­tes, außer­halb von Lagern auf. Wei­ter­hin haben natio­na­le oder inter­na­tio­na­le Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen kei­nen Zugang zu den Lagern. Obgleich die tür­ki­sche Bereit­schaft, Flücht­lin­ge aus Syri­en auf­zu­neh­men, in der Brie­fing Note aus­drück­lich gewür­digt wird, wird auf den Man­gel an Klar­heit bezüg­lich des recht­li­chen Sta­tus der Flücht­lin­ge hin­ge­wie­sen. HCA weist dar­auf hin, dass vie­le syri­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge nach lega­len Wegen suchen, um EU-Staa­ten zu errei­chen, unter ihnen vie­le, die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge in EU-Staa­ten haben und eine Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung anstre­ben. Ver­wie­sen wird aber auch dar­auf, dass es in den letz­ten Mona­ten mehr­fach zu rie­si­gen War­te­schlan­gen auf der syri­schen Sei­te der Gren­ze gekom­men sei, weil die tür­ki­schen Behör­den seit Juli mit der Zunah­me der Ankünf­te begon­nen hät­ten, die Zahl der täg­li­chen Zulas­sun­gen zu ver­rin­gern.