Craw­ley News berich­te­te am 27. April 2015, dass sich “die Anzahl an Vor­fäl­len, in denen sich Inhaf­tier­te selbst ver­letzt haben, in zwei Migra­ti­ons­haft­zen­tren am Gat­wick Flug­ha­fen dra­ma­tisch erhöht hat.“ Einer Anfra­ge an das Innen­mi­nis­te­ri­um zufol­ge wur­den im Jahr 2010 noch 39 Vor­fäl­le von Selbst­ver­let­zung im Haft­zen­trum Brook House doku­men­tiert, wäh­rend die Zahl im Jahr 2014 auf 64 Per­so­nen ange­stie­gen ist. Mehr als ver­dop­pelt hat­ten sich im sel­ben Zeit­raum die Vor­fäl­le im Haft­zen­trum Tins­ley House (von acht Fäl­len in 2010 auf 20 in 2014). Nic Eadie, Direk­tor der Gat­wick Detai­nees Wel­fa­re Group (GDWG), der Asyl­su­chen­de und Inhaf­tier­te in bei­den Zen­tren unter­stützt, ist nicht erstaunt über die Zah­len. Gegen­über Craw­ley News sag­te er: „Inhaf­tie­rung ist sowohl schä­di­gend als auch inef­fek­tiv, um Men­schen zu ermu­ti­gen, bei der Bear­bei­tung ihrer Fäl­le mit­zu­wir­ken.“ Er ergänz­te: „Groß­bri­tan­ni­en ist das ein­zi­ge Land in der EU, dass Migrant_innen ohne zeit­li­che Begren­zung inhaf­tiert, was in vie­len Fäl­len zu außer­ge­wöhn­lich lan­gen Haft­zei­ten führt.“

http://www.crawleynews.co.uk/Self-harming-detainees-rises-dramatically-years/story-26366818-detail/story.html

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