01.08.2013

Newsletter Aug 2013

Am 3. Juli 2013 stell­te die bri­ti­sche Regie­rung einen Vor­schlag für ein neu­es Ein­wan­de­rungs­ge­setz vor, der dar­auf abzielt, undo­ku­men­tier­ten Migran­tIn­nen „das unrecht­mä­ßi­ge Leben im Land schwe­rer zu machen“. Unter ande­rem soll das ver­meint­li­che Pro­blem des „Gesund­heits­tou­ris­mus“ dadurch bekämpft wer­den, dass Migran­tIn­nen künf­tig für pri­mä­re Gesund­heits­ver­sor­gung bezah­len sol­len. Eine Inten­si­vie­rung der Kon­trol­len von Nut­zern des natio­na­len Gesund­heits­diens­tes (NHS) soll undo­ku­men­tier­te Migran­tIn­nen davon abhal­ten, kos­ten­lo­se Gesund­heits­ver­sor­gun­gen in Anspruch zu neh­men. Dies obwohl die Vor­la­ge  bestä­tigt, dass es unklar ist, in wel­chem Aus­maß Migran­tIn­nen die Diens­te des NHS nut­zen und wie hoch die dadurch ver­ur­sach­ten Kos­ten tat­säch­lich sind. Außer­dem sieht die Vor­la­ge vor, dass pri­va­te Ver­mie­ter ver­pflich­tet wer­den, den Auf­ent­halts­sta­tus ihrer Mie­ter zu über­prü­fen. Falls Eigen­tum an undo­ku­men­tier­te Migran­tIn­nen ver­mie­tet wer­den soll­te, dro­hen Stra­fen. Die Orga­ni­sa­tio­nen Refu­gee Action und der bri­ti­sche Flücht­lings­rat kri­ti­sier­ten, dass abge­lehn­te Asyl­su­chen­de, die nicht abge­scho­ben wer­den kön­nen, sehr gefähr­det sei­en und unter dem Ent­zug der kos­ten­lo­sen medi­zi­ni­schen Grund­ver­sor­gung beson­ders lei­den wür­den.

https://www.gov.uk/government/news/proposals-to-reform-migrant-access-to-health-and-housing-unveiled?

Refu­gee Action: http://www.refugee-action.org.uk/about/media_centre/our_news/837_asylum_seekers_should_not_be_restricted_from_access_to_healthcare_says_refugee_charity?

Bri­tish Refu­gee Coun­cil: http://www.refugeecouncil.org.uk/latest/news/3650_government_proposals_on_health_affect_refugee_council_clients?