01.06.2012

Newsletter Jun 2012

Vor den Wah­len am 6. Mai 2012 kün­dig­te der grie­chi­sche Gesund­heits­mi­nis­ter, Andre­as Lover­dos, an, undo­ku­men­tier­te Migran­ten soll­ten kei­ne Behand­lung mehr in öffent­li­chen Kran­ken­häu­sern erhal­ten. Nur beson­ders schwe­re Not­fäl­le soll­ten künf­tig medi­zi­nisch ver­sorgt wer­den. Ärz­te aus unter­schied­li­chen Kli­ni­ken taten sich als Reak­ti­on dar­auf zusam­men und ver­öf­fent­lich­ten über ihre Gewerk­schaft (OENGE) eine kla­re Stel­lung­nah­me, in der sie unmiss­ver­ständ­lich erklär­ten, sich gegen Lover­dos Auf­for­de­rung zu stel­len. Undo­ku­men­tier­te Migran­ten und Flücht­lin­ge wür­den wei­ter­hin ärzt­lich behan­delt wer­den. In der Stel­lung­nah­me heißt es: „Wir kün­di­gen an, dass wir die kürz­lich geäu­ßer­ten Instruk­tio­nen vor den Wah­len durch Herrn Lover­dos igno­rie­ren und unse­re medi­zi­ni­schen Beru­fe wei­ter aus­füh­ren.“ Dimi­tris Var­na­vas, Vor­sit­zen­der der OENGE, sag­te mit Bezug­nah­me auf die ras­sis­ti­sche Het­ze der rechts­ra­di­ka­len Par­tei Gol­den Dawn: „Wenn Herr Lover­dos sei­ne poli­ti­schen Obses­sio­nen befrie­di­gen oder den Unter­stüt­zern von Gol­den Dawn Zuge­ständ­nis­se machen möch­te, hat er jede Mög­lich­keit, dies zu tun – nicht jedoch, indem er sich die pro­fes­sio­nel­le Ver­ant­wor­tung und Wür­de der Kli­nik­ärz­te zu Nut­ze macht.“