01.09.2013

Newsletter Sep 2013

Der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te kam in sei­nem Urteil im Fall Hor­shill vs. Grie­chen­land zu dem Ergeb­nis, dass eine Ver­let­zung des Arti­kels 3 der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on, in dem das Ver­bot unmensch­li­cher oder ernied­ri­gen­der Behand­lung fest­ge­schrie­ben ist, vor­lie­ge. Die Ver­ur­tei­lung Grie­chen­lands auf­grund der unhalt­ba­ren Bedin­gun­gen, unter denen Asyl­su­chen­de in Poli­zei­sta­tio­nen inhaf­tiert wer­den, basiert auf den Aus­sa­gen von Ismail Afateh Hor­shill, einem Asyl­su­chen­den aus dem Sudan. Er war für 15 Tage in zwei Poli­zei­sta­tio­nen fest­ge­hal­ten wor­den, nach­dem er Asyl bean­tragt hat­te. Die Zel­len waren über­füllt, es gab kei­nen Zugang zu Tages­licht, Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten oder Sani­tär­an­la­gen. Der EGMR ver­ur­teil­te die­se unmensch­li­che Inhaf­tie­rungs­pra­xis in sei­nem Rechts­spruch vom 1. August 2013 ent­schie­den.

Urteil: hudoc.echr.coe.int/webservices/content/pdf/003–4451234-5357663