01.07.2014

Newsletter Jul 2014

Ärz­te der Welt und der Grie­chi­sche Flücht­lings­rat (GCR) haben Ende April einen Bericht zu Poli­zei­ge­walt in Grie­chen­land ver­öf­fent­licht. Dem Bericht zufol­ge wur­den im Lau­fe eines Jah­res (Febru­ar 2013 bis Febru­ar 2014) 75 Opfer ras­sis­ti­scher Gewalt regis­triert. In allen Fäl­len han­del­te es sich um phy­si­sche Atta­cken gegen Flücht­lin­ge und Migran­tIn­nen, die zu schwe­ren Ver­let­zun­gen geführt hat­ten. Der Bericht hält fest, dass vie­le Opfer ras­sis­ti­scher Gewalt, die zunächst bereit waren, ihre Erfah­run­gen gegen­über den Behör­den zu berich­ten, schluss­end­lich ihre Aus­sa­gen zurück­zo­gen. Vie­le lie­ßen die Ankla­ge aus Angst vor Rache­ak­ten wie­der fal­len und weil sie über kei­ne Auf­ent­halts­pa­pie­re ver­füg­ten. Ärz­te der Welt und GCR for­dern die grie­chi­sche Regie­rung auf, die Inhaf­tie­rung und Abschie­bung undo­ku­men­tier­ter Migran­tIn­nen, die ras­sis­ti­sche Gewalt erlebt habe, aus­zu­set­zen und ihnen einen Auf­ent­halts­sta­tus zu gewäh­ren, solan­ge die Ankla­ge vor Gericht ver­han­delt wird.

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