Die euro­päi­sche Grenz­schutz­agen­tur Fron­tex hat Zah­len für die ers­ten drei Quar­ta­le 2015 ver­öf­fent­licht. Dem­nach kamen 710.000 Migran­ten in die­sem Zeit­raum in die EU. Im gan­zen letz­ten Jahr sei­en es nur 282.000 Ankünf­te gewe­sen. Zur Erklä­rung der Zah­len hat­te Fron­tex aller­dings eini­ges zu ergän­zen: Die Fron­tex-Zah­len geben nicht die Gesamt­zahl der „Migranten/Flüchtlinge“ wie­der, son­dern lie­gen höher, weil jeder Fall eines „irre­gu­lä­ren Grenz­über­tritts“ erfasst wird. Dies gilt auch dann, wenn die glei­che Per­son mehr­mals an unter­schied­li­chen Grenz­ab­schnit­ten in die EU gelangt ist, etwa nach­ein­an­der über Grie­chen­land, Ungarn und Kroa­ti­en. Die Zah­len von Fron­tex lie­gen wohl auch des­halb wesent­lich über denen von UNHCR, der von 590.000 Ankünf­ten in der EU über See spricht, und den von IOM.

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