Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat in einer Pressemitteilung vom 30. Juli 2015 Forderungen zur Unterbringung für Asylsuchende in der Landeshauptstadt Hannover erhoben. Die Flüchtlingsunterbringung müsse entbürokratisiert, ein Auszugsmanagement gestärkt und eigenständiges Wohnen gefördert werden. Grundsätzlich verfährt die Stadtverwaltung Hannover bei der Unterbringung von Asylsuchenden nach einem Drei-Säulen-Modell. Dieses sieht neben Gemeinschaftsunterkünften die Unterbringung in Wohnprojekten und eigenen Wohnungen vor. Das Modell funktioniert aber, so der Flüchtlingsrat, aufgrund der zuletzt steigenden Zuweisungen nicht mehr. Von 2.900 Flüchtlingen in städtischen Unterkünften leben inzwischen bereits ca. 1.100 Personen in Notunterkünften. Es sei allerdings auch offenkundig, dass es in Hannover – mit und ohne Flüchtlinge – einen eklatanten Mangel an bezahlbarem Wohnraum gebe, dem mittelfristig nur ein Wohnungsbauprogramm abhelfen könne.

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