01.09.2011

Newsletter Sep 2011

Nach einer Demons­tra­ti­on auf dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen wird das grund­sätz­li­che Recht auf Demons­tra­tio­nen in Flug­hä­fen, bestä­tigt durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einer bahn­bre­chen­den Ent­schei­dung, jetzt auch anders­wo umge­setzt. Der Baye­ri­sche Flücht­lings­rat und ande­re Orga­ni­sa­tio­nen demons­trier­ten Anfang August im Mün­che­ner Flug­ha­fen gegen Abschie­bun­gen. Ein Ver­bot des Land­rats­am­tes Erding – Demons­tran­ten soll­ten nicht in den Boar­ding Bereich des Ter­mi­nals 2 gelan­gen – wur­de vom Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in 2. Instanz auf­ge­ho­ben, nach­dem der Baye­ri­sche Flücht­lings­rat mit einem Eil­an­trag erfolg­reich war. Aller­dings wur­de das Demons­tra­ti­ons­recht in der Fol­ge per Auf­la­ge kon­tin­gen­tiert. Nur 30 Per­so­nen erhiel­ten Zugang zur Abflug­hal­le. Es wird also wei­ter geklagt wer­den müs­sen. Ent­spre­chen­de Ver­su­che der Flug­ha­fen­be­trei­ber und der Behör­den, per Auf­la­gen die Bedeu­tung der Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zu rela­ti­vie­ren, waren zu erwar­ten. In einem Inter­view mit der Jun­gen Welt hat Tobi­as Klaus vom Baye­ri­schen Flücht­lings­rat am 8. August 2011 die­se Erfah­run­gen erläu­tert.