Eine Stu­die der Fried­rich-Ebert-Stif­tung „Vom Ende der Geduld – Afgha­ni­sche Flücht­lin­ge in Paki­stan“ beschäf­tigt sich mit der alar­mie­ren­den Situa­ti­on der Afghan*innen, die aktu­ell aus Paki­stan nach Afgha­ni­stan abge­scho­ben bzw. zur Rück­kehr genö­tigt wer­den. Seit Juli 2016 ist deren Zahl in die Höhe geschos­sen. Bis Ende 2016 pro­gnos­ti­zie­ren die Ver­ein­ten Natio­nen die „Rück­kehr“ von über 600.000 Afghan*innen, zusätz­lich zu den 400.000 neu­en Bin­nen­ver­trie­be­nen im Lan­de, die vor Kampf­hand­lun­gen in Afgha­ni­stan und der Unsi­cher­heit in vie­len Regio­nen inner­halb des Lan­des geflüch­tet sind. Die Zahl der in Paki­stan leben­den afgha­ni­schen Flücht­lin­ge wird auf 1,5 Mil­lio­nen regis­trier­te Flücht­lin­ge und wei­te­re 1–2 Mil­lio­nen undo­ku­men­tier­te Migrant*innen geschätzt. Völ­lig unklar sei, so die Fried­rich-Ebert-Stif­tung, ob und wie das kri­sen­ge­schüt­tel­te Afgha­ni­stan die Zurück­keh­ren­den unter­stüt­zen und ver­sor­gen kön­ne. Die Hilfs­bud­gets der huma­ni­tä­ren Orga­ni­sa­tio­nen sei­en bereits fast auf­ge­braucht. In die­se Situa­ti­on hin­ein, wo Hun­dert­tau­sen­de nicht sicher sein kön­nen, dass sie ein Dach über dem Kopf haben wer­den und hof­fen müs­sen, dass sie nicht ver­hun­gern, schiebt Deutsch­land, schie­ben ver­mut­lich wei­te­re EU-Staa­ten ab.

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