01.09.2011

Newsletter Sep 2011

)
Eine Dele­ga­ti­on von sechs Mit­glie­dern des Euro­päi­schen Par­la­ments hat vom 13. bis 16. Juli 2011 Flücht­lings­la­ger in Tune­si­en besucht. Die Abge­ord­ne­ten for­der­ten, dass Euro­pa Flücht­lin­ge unbe­dingt auf­neh­men sol­le. Sie besuch­ten unter ande­rem das UNHCR-Flücht­lings­la­ger Chou­cha, in dem Mit­te Juli noch über 3700 Flücht­lin­ge in der Wüs­te aus­harr­ten. Sie spra­chen dort mit Hel­fern, tune­si­schen Armee­an­ge­hö­ri­gen und Flücht­lin­gen.
In einer gemein­sa­men Erklä­rung schrei­ben die Abge­ord­ne­ten, die har­ten Lebens­be­din­gun­gen der Flücht­lin­ge, die extre­mer Hit­ze, Sand­stür­men und Was­ser­man­gel aus­ge­setzt sei­en, hät­ten sie betrof­fen gemacht – eben­so wie die Gast­freund­schaft und Soli­da­ri­tät der Tune­si­er gegen­über den aus Liby­en geflo­he­nen Men­schen. Im Ver­gleich zu Staa­ten wie Nor­we­gen, den USA und Kana­da haben die Mit­glied­staa­ten der EU bis­lang kaum auf die Lage der Flücht­lin­ge reagiert. Die Dele­ga­ti­on for­der­te die Ein­rich­tung eines Resett­le­ment-Pro­gramms: „Die EU soll­te sich mehr für Auf­nah­me­plät­ze für Flücht­lin­ge enga­gie­ren, die nicht in ihre Her­kunfts­län­der zurück kön­nen.“