01.03.2014

Newsletter Mar 2014

Ende Dezem­ber 2013 ver­öf­fent­lich­te die EU Grund­rech­te­agen­tur einen Bericht mit dem Titel “Racism, discri­mi­na­ti­on, into­le­ran­ce and extre­mism: learning from expe­ri­en­ces in Greece and Hun­ga­ry”. Der Bericht unter­sucht die Ant­wor­ten von Behör­den, gesetz­li­chen Men­schen­rechts­or­ga­nen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen auf Ras­sis­mus, Dis­kri­mi­nie­rung, Into­le­ranz und Extre­mis­mus in den bei­den EU-Mit­glied­staa­ten. Der Bericht zeigt, dass einer der wich­tigs­ten Grün­de, ras­sis­ti­sche Über­grif­fe nicht zur Ankla­ge zu brin­gen, dar­in liegt, dass Opfer und Zeu­gIn­nen von Vor­fäl­len der Poli­zei nicht trau­en. Sie hät­ten Angst, als Täter behan­delt zu wer­den, anstatt als Opfer von Gewalt, so der Bericht der Grund­rech­te­agen­tur. Häu­fig ver­such­ten Poli­zei­be­am­te die Fäl­le so schnell wie mög­lich abzu­schlie­ßen und kei­ne auf­wän­di­gen Unter­su­chun­gen durch­zu­füh­ren um die zugrun­de­lie­gen­den Moti­ve zu iden­ti­fi­zie­ren.

Grie­chen­land und Ungarn wur­den als Fall­bei­spie­le gewählt, da in die­sen Län­dern Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus in letz­ter Zeit stark zuge­nom­men haben. In Grie­chen­land rich­ten sich die Über­grif­fe haupt­säch­lich gegen Migran­tIn­nen und Flücht­lin­ge mit irre­gu­lä­rem Auf­ent­halt, in Ungarn sind ins­be­son­de­re Roma und Juden und Jüdin­nen betrof­fen.

http://fra.europa.eu/en/publication/2013/racism-discrimination-intolerance-and-extremism-learning-experiences-greece-and?_cldee=YWZvbnRhbEBlY3JlLm9yZw%3D%3D