01.05.2014

Newsletter May 2014

In der taz vom 2. April 2014 fin­det sich ein Inter­view mit dem Vize­di­rek­tor der euro­päi­schen Grenz­schutz­agen­tur Fron­tex und ein Arti­kel zum Trai­ning liby­scher Grenz­schutz­ein­hei­ten durch deut­sche Poli­zis­ten im Rah­men einer EU-Mis­si­on – man mag es kaum glau­ben. Im Hin­ter­grund steht eine klei­ne Anfra­ge der Bun­des­tags­frak­ti­on Die Lin­ke zur soge­nann­ten EUBAM-Mis­si­on in Liby­en (BT-Druck­sa­che 18/280). In Liby­en gibt es dem­nach so eine Art Frei­schär­ler des Grenz­schut­zes. Die Ein­hei­ten bestehen zu gro­ßen Tei­len aus Ange­hö­ri­gen ehe­ma­li­ger Auf­stän­di­scher, dar­un­ter auch akti­ve Mili­zio­nä­re. Eine gesetz­li­che Grund­la­ge gibt es nicht. Ein Rah­men müs­se erst geschaf­fen wer­den, so das Aus­wär­ti­ge Amt. Vor der Rechts­la­ge sind deut­sche Poli­zis­ten dann ein­fach schon mal da. Wie die taz her­aus arbei­tet, macht man sich wenig aus der Tat­sa­che, dass man im weit­ge­hend rechts­frei­en Raum eines Lan­des arbei­tet, in dem auch Flücht­lin­ge wei­ter­hin lei­den. Das Mis­si­ons­man­dat umfasst aller­dings kei­ne Bera­tung zur Rechts­ord­nung.