01.09.2011

Newsletter Sep 2011

Der Run­de Tisch Ingel­heim, ver­ein­bart im rhein­land-pfäl­zi­schen Koali­ti­ons­ver­trag zwi­schen SPD und Grü­nen, hat sich kon­sti­tu­iert. Er soll die Bedin­gun­gen und den Voll­zug der Abschie­be­haft prü­fen und Vor­schlä­ge ent­wi­ckeln, wie die Lebens­be­din­gun­gen der Inhaf­tier­ten unter huma­ni­tä­ren Gesichts­punk­ten ver­bes­sert wer­den kön­nen. Zur Zeit leben, so die ent­spre­chen­den Pres­se­mit­tei­lun­gen des Minis­te­ri­ums für Inte­gra­ti­on, Fami­lie, Kin­der, Jugend und Frau­en, nur 16 Men­schen in der Abschie­bungs­haft Ingel­heim, wo es 250 Plät­ze gibt, von denen 50 Plät­ze dem Saar­land zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, wie dies ein Koope­ra­ti­ons­ver­trag regelt.
Ohne öffent­li­chen Druck wäre es zu die­sem fak­ti­schen Bedeu­tungs­ver­lust von Ingel­heim wohl nicht gekom­men. Es besteht trotz­dem aller Grund für die Orga­ni­sa­tio­nen außer­halb des Run­den Tisches, wei­ter Druck zu machen, damit am Ende die mons­trö­se Haft­an­stalt Ingel­heim auf­ge­löst wird. Bis Ende 2012 will sich der Run­de Tisch Zeit für die Erstel­lung eines Kon­zep­tes las­sen. Das wirkt nicht gera­de ehr­gei­zig, wenn man die Umset­zungs­zeit hin­zu­rech­net. Ein Jahr hat schließ­lich 365 Haft­ta­ge.