„2016 ist das bis­lang töd­lichs­te Jahr im Mit­tel­meer für Flücht­lin­ge“ berich­tet Flo­ri­an Röt­zer bei Tele­po­lis am 15.9.2016. Bis dato waren über das Mit­tel­meer bereits fast 295.000 Flücht­lin­ge gekom­men, von denen 166.880 in Grie­chen­land anlan­de­ten. Über 3.000 Tote wur­den bis dahin von IOM gezählt. Inzwi­schen sind es über 4.000. Nach Anga­ben eines UNHCR-Spre­chers ist das Risi­ko, bei einer Fahrt über das Mit­tel­meer zu Tode zu kom­men, bei der Rou­te von Liby­en nach Ita­li­en zehn­mal höher als auf dem Weg von der Tür­kei nach Grie­chen­land. UNHCR-Spre­cher Spind­ler rüg­te auch, dass die EU weit hin­ter ihren Zie­len aus dem letz­ten Jahr zurück­ge­blie­ben sei, wenigs­tens 160.000 Flücht­lin­ge aus Grie­chen­land und Ita­li­en in ande­re Staa­ten umzu­ver­tei­len. Tat­säch­lich sei­en davon gera­de ein­mal drei Pro­zent in ande­ren Staa­ten auf­ge­nom­men wor­den.

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