01.12.2012

Newsletter Dec 2012

Vier Sui­zid­ver­su­che von Asyl­su­chen­den in Däne­mark erfolg­ten offen­sicht­lich unter­ein­an­der abge­stimmt. Drei Frau­en im Teen­ager-Alter und eine wei­te­re Frau, alle aus Afgha­ni­stan, waren in zwei Zen­tren unter­ge­bracht, die vom Roten Kreuz geführt wer­den, Auderød und Vip­perød. Die Copen­ha­gen Post hat­te am 21. Novem­ber 2012 über die tra­gi­sche Geschich­te berich­tet. Die Zei­tung mach­te dar­auf auf­merk­sam, dass sich die Selbst­mord­ver­su­che vor dem Hin­ter­grund eines Vor­schlags der däni­schen Regie­rung ereig­ne­ten, unbe­glei­te­te afgha­ni­sche Kin­der, deren Asyl­ge­su­che abge­lehnt wur­den, nach Afgha­ni­stan abzu­schie­ben. Aktu­ell ver­han­delt Däne­mark über die Ein­rich­tung von Auf­nah­me­zen­tren in Afgha­ni­stan, in die jugend­li­che abge­lehn­te Asyl­su­chen­de abge­scho­ben wer­den kön­nen, falls ihre Fami­li­en nicht auf­find­bar sind. Die Kri­tik von Men­schen­rechts­ak­ti­vis­ten war vehe­ment. Der ehe­ma­li­ge Men­schen­rechts­kom­mis­sar des Euro­pa­ra­tes, Tho­mas Hammar­berg, wird in der Copen­ha­gen Post zitiert: „Ich habe mit vie­len afgha­ni­schen Min­der­jäh­ri­gen in der Tür­kei, Grie­chen­land und Frank­reich gespro­chen und sie suchen nicht nur bes­se­re Lebens­be­din­gun­gen hier. Sie sind vor erns­ten Bedro­hun­gen geflo­hen, die sie erneut gefähr­den wür­den, wenn sie in einem Zen­trum in Kabul unter­ge­bracht wären.“ Der­zeit droht 24 afgha­ni­schen Min­der­jäh­ri­gen die Abschie­bung nach Afgha­ni­stan.