01.08.2014

Newsletter Aug 2014

Am 22. Juli 2014 hat die Bun­des­re­gie­rung eine klei­ne Anfra­ge der Bun­des­tags­frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen beant­wor­tet (BT-Druck­sa­che 18/2184 und 18/1934). The­ma: Gesund­heit­li­che Ver­sor­gung nach dem Asyl­bLG. Die Bun­des­re­gie­rung beharrt dar­auf, dass die §§ 4 und 6 Asyl­bLG eine ange­mes­se­ne gesund­heit­li­che Ver­sor­gung der Leis­tungs­be­rech­tig­ten erlaub­ten. Befragt dazu, was man pla­ne, um zu ver­hin­dern, dass ärzt­li­ches Per­so­nal, Betrei­ber von Asyl­un­ter­künf­ten sowie Ange­hö­ri­ge von Wach­schutz­diens­ten wegen recht­li­cher oder ande­rer Unsi­cher­hei­ten not­wen­di­ge Behand­lun­gen hin­aus­zö­gern oder unter­las­sen und damit schwers­te Risi­ken her­auf­be­schwö­ren, fällt der Bun­des­re­gie­rung nur der Hin­weis ein, das ange­spro­che­ne The­ma betref­fe die Ebe­ne des Ver­wal­tungs­voll­zugs und der lie­ge in die­ser Fra­ge nun ein­mal bei Län­dern und Kom­mu­nen. Die­se Linie der Beant­wor­tung zieht sich dann durch einen Groß­teil der Ant­wor­ten. Erkenn­ba­ren Unwil­len zeigt die Bun­des­re­gie­rung auch bezüg­lich der erfor­der­li­chen Ver­bes­se­run­gen im Zuge der neu­ge­fass­ten EU-Auf­nah­me­richt­li­nie, deren Umset­zung spä­ter erfol­gen soll, nicht aber im Rah­men des aktu­el­len Gesetz­ent­wur­fes, mit dem das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz neu gere­gelt wird. Die Linie, Pro­ble­me der Pra­xis bei der gesund­heit­li­chen Ver­sor­gung nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz auf die Län­der, nicht auf die gesetz­li­chen Vor­ga­ben, zurück­zu­füh­ren, hat­te auch die Bun­des­mi­nis­te­rin für Arbeit und Sozia­les Andrea Nah­les ver­tre­ten. Der Fort­be­stand der Mehr-Klas­sen-Medi­zin hat also auch einen sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Eltern­teil. Die dras­tischs­ten Fäl­le, in denen das Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz in jüngs­ter Zeit eine Rol­le spiel­te, Todes­fäl­le und Fäl­le schwe­rer kör­per­li­cher Beein­träch­ti­gung, hat­ten die Grü­nen Fra­ge­stel­le­rIn­nen in der Vor­be­mer­kung der Anfra­ge noch­mals zusam­men­ge­stellt.