01.08.2014

Newsletter Aug 2014

Flücht­lings­pro­ble­me dürf­ten nicht erst bei der Ankunft von Flücht­lin­gen in der EU ange­gan­gen wer­den, so das Cre­do von Bun­des­in­nen­mi­nis­ter De Mai­ziè­re laut Die Welt vom 8. Juli 2014. Das wich­tigs­te sei es, in den Staa­ten, aus denen Flücht­lin­ge kom­men, für sta­bi­le poli­ti­sche Ver­hält­nis­se zu sor­gen und damit die Flucht­grün­de zu besei­ti­gen, so De Mai­ziè­re bei einem Tref­fen der EU-Innen­mi­nis­ter in Mai­land. Eine seit Jahr­zehn­ten sich wie­der­ho­len­de und den­noch vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Lage in den Haupt­her­kunfts­län­dern von Asyl­su­chen­den gera­de­zu absei­ti­ge For­mu­lie­rung. Das Innen­mi­nis­ter­tref­fen geriet zum Abtausch der übli­chen Argu­men­te. Ita­li­en for­dert von der EU mehr Unter­stüt­zung beim Grenz­schutz und der Ret­tung von Boots­flücht­lin­gen. Der deut­sche Innen­mi­nis­ter lehnt eine Über­nah­me der Mari­ne­ak­ti­on „Mare Nostrum“ durch Fron­tex ab und ermahnt Ita­li­en, doch bit­te­schön den Auf­ent­halt von Flücht­lin­gen bes­ser zu kon­trol­lie­ren, denn man habe fest­ge­stellt, dass die vie­len Flücht­lin­ge, die in Ita­li­en ankom­men, wel­ches Wun­der, dort gar nicht blie­ben, son­dern in Öster­reich, Deutsch­land und Schwe­den auf­tauch­ten. Auch dar­über müs­se gespro­chen wer­den, wenn es um Soli­da­ri­tät gehe. PRO ASYL Geschäfts­füh­rer Gün­ter Burk­hardt kri­ti­sier­te dem­ge­gen­über die euro­päi­sche Flücht­lings­po­li­tik ins­ge­samt als unso­li­da­risch und inhu­man.